Merken An diesem Nachmittag stand ich in der Küche und starrte auf vier Zucchini, die ich eigentlich hätte braten wollen. Dann fiel mir der Spiralschneider in die Hand, den ich fast vergessen hatte. Innerhalb von Minuten hatte ich einen Berg grüner Nudeln vor mir, und plötzlich hatte ich Lust auf etwas Frisches, Knackiges. Die Erdnusssauce war eine spontane Idee, weil ich gerade Erdnussbutter offen hatte. Das Ergebnis hat mich umgehauen.
Ich habe diesen Salat das erste Mal für Freunde gemacht, die eigentlich nur vorbeikamen, um Kaffee zu trinken. Wir saßen dann aber zwei Stunden am Tisch, weil alle nachgenommen haben. Einer meinte, er hätte noch nie Zucchini roh gegessen und sei jetzt bekehrt. Seitdem mache ich das Gericht immer, wenn ich Leute beeindrucken will, ohne stundenlang zu kochen.
Ingredients
- Zucchini: Nimm mittelgroße, feste Exemplare, die sich gut spiralisieren lassen und nicht zu wässrig sind.
- Karotten: Geraspelt geben sie Süße und Farbe, ich nehme immer eine Handvoll mehr, weil sie so schön knacken.
- Rote Paprika: Dünn geschnitten bringt sie Frische und einen leicht süßlichen Kontrast zur salzigen Sauce.
- Frühlingszwiebeln: Sie geben eine milde Schärfe, die nicht aufdringlich ist, sondern nur im Hintergrund mitspielt.
- Koriander: Frisch gehackt macht er den Salat lebendig, wenn du ihn nicht magst, nimm glatte Petersilie.
- Erdnüsse: Geröstet und gehackt sorgen sie für den Crunch, den du unbedingt brauchst.
- Erdnussbutter: Cremig und ohne Zucker ist am besten, sie wird zur Seele der Sauce.
- Sojasoße: Salzig und umami, ich nehme Tamari, wenn ich glutenfrei kochen will.
- Reisessig: Mild säuerlich, er macht die Sauce rund, ohne zu dominant zu sein.
- Honig: Ein Hauch Süße gleicht die Säure aus, Ahornsirup geht genauso gut.
- Sesamöl: Geröstet duftet es so nussig, dass die Küche sofort nach Asien riecht.
- Limettensaft: Frisch gepresst gibt er die nötige Frische, Zitrone funktioniert zur Not auch.
- Sriracha: Optional, aber ich liebe die kleine Schärfe, die alles aufweckt.
- Sesamsamen: Zum Bestreuen, weil sie hübsch aussehen und leicht rösten, wenn du magst.
Instructions
- Gemüse vorbereiten:
- Schneide die Zucchini mit dem Spiralschneider in lange Nudeln, das geht schneller als gedacht. Gib sie zusammen mit Karotten, Paprika, Frühlingszwiebeln und Koriander in eine große Schüssel.
- Erdnusssauce anrühren:
- Verrühre Erdnussbutter, Sojasoße, Reisessig, Honig, Sesamöl, Limettensaft und Sriracha in einer kleinen Schüssel, bis alles glatt ist. Füge zwei Esslöffel warmes Wasser hinzu und rühre weiter, bis die Sauce flüssig genug ist, um sich gut zu verteilen.
- Alles vermengen:
- Gieße die Sauce über das Gemüse und vermische alles gründlich mit den Händen oder zwei Löffeln. Streue die gehackten Erdnüsse darüber und hebe sie unter.
- Anrichten:
- Verteile den Salat auf Teller oder eine Platte, bestreue ihn mit Sesamsamen und extra Erdnüssen. Lege Limettenspalten daneben, damit jeder nach Belieben nachsäuern kann.
- Servieren:
- Iss ihn sofort kalt oder lass ihn zwanzig Minuten im Kühlschrank ziehen, damit die Aromen sich richtig verbinden. Beides schmeckt großartig.
Merken Einmal habe ich diesen Salat an einem heißen Juliabend gegessen, draußen auf dem Balkon, und es fühlte sich an wie Urlaub. Die Limette, die Erdnüsse, der Koriander, alles passte so gut, dass ich die Schüssel fast alleine leer gegessen hätte. Seitdem ist es mein Lieblingsessen, wenn ich keine Lust auf schwere Küche habe.
Variationen und Extras
Wenn du mehr Protein willst, brate Tofu knusprig an oder reiße geröstetes Hühnchen klein und misch es unter. Edamame passen auch perfekt, sie machen den Salat noch satter. Manchmal spiralisiere ich auch Gurken oder Karotten dazu, das macht das Ganze noch bunter.
Aufbewahrung und Meal Prep
Du kannst das Gemüse und die Sauce getrennt vorbereiten und bis zu zwei Tage im Kühlschrank lagern. Vermische beides erst kurz vor dem Essen, sonst wird die Zucchini matschig. Die Sauce hält sich auch eine Woche und schmeckt auch zu anderem Gemüse fantastisch.
Was dazu passt
Ich trinke dazu gerne eisgekühlten Grüntee oder einen trockenen Weißwein, der die Erdnussnote nicht erschlägt. Manchmal gibt es auch geröstetes Fladenbrot oder Reispapierrollen daneben, wenn ich richtig Hunger habe.
- Ein Spritzer extra Limette vor dem Essen hebt alles nochmal auf ein neues Level.
- Geröstete Sesamsamen statt rohe machen den Geschmack intensiver.
- Wenn du keinen Spiralschneider hast, schneide die Zucchini einfach mit dem Julienneschäler in dünne Streifen.
Merken Dieses Gericht hat mir gezeigt, dass man keine komplizierten Rezepte braucht, um glücklich zu essen. Manchmal reichen frisches Gemüse und eine gute Sauce, und der Rest ergibt sich von selbst.
Fragen rund um das Rezept
- → Wie spiralisiert man Zucchini richtig?
Am besten eignet sich ein Spiralizer oder Julienne-Schäler, um gleichmäßige, spaghettiartige Streifen zu erhalten. Anschließend kurz abtropfen lassen.
- → Kann man die Erdnusssauce variieren?
Ja, die Sauce lässt sich je nach Geschmack mit Limettensaft, Honig oder Schärfe wie Sriracha anpassen. Für eine dünnere Konsistenz etwas Wasser zufügen.
- → Welche Gemüsesorten passen gut dazu?
Karotten, rote Paprika, Frühlingszwiebeln und frischer Koriander ergänzen den frischen Geschmack und sorgen für Knackigkeit.
- → Lässt sich das Gericht im Voraus zubereiten?
Die Zucchini-Nudeln sollten frisch serviert werden, da sie sonst Wasser ziehen können. Die Sauce kann im Voraus hergestellt und kurz vor dem Servieren gemischt werden.
- → Ist das Gericht glutenfrei und vegan?
Ja, die Zutaten sind glutenfrei und vegetarisch. Für vegan einfach den Honig durch Ahornsirup oder Agavendicksaft ersetzen.
- → Wie bewahrt man die Frische der Kräuter?
Kräuter am besten kurz vor dem Servieren frisch hacken und darüberstreuen, um Aroma und Farbe zu erhalten.