Merken Meine Nachbarin Layla brachte mir einmal eine Dose dieser Kekse vorbei, noch warm und duftend nach Sesam und Butter. Sie erzählte mir, dass ihre Großmutter sie jedes Jahr zu Eid gebacken hat, und dass der Geruch allein die ganze Familie in die Küche lockte. Ich biss hinein und verstand sofort, warum diese Kahk-Kekse zu jedem Fest gehören. Die zarte, fast schmelzende Textur, die süße Dattelfüllung und der nussige Sesammantel – alles passte perfekt zusammen. Seitdem backe ich sie selbst, und jedes Mal fühlt es sich an, als würde ich ein kleines Stück Tradition mit meinen Händen formen.
Ich erinnere mich an den Nachmittag, als ich diese Kekse zum ersten Mal für eine Geburtstagsfeier meiner Freundin backte. Ich war nervös, weil ich wusste, dass ihre palästinensischen Verwandten dabei sein würden, und ich wollte dem Rezept gerecht werden. Als die Kekse aus dem Ofen kamen, blass an der Oberfläche, aber golden am Boden, wusste ich, dass ich alles richtig gemacht hatte. Ihre Tante nahm einen Bissen, schloss die Augen und nickte stumm – das war das schönste Kompliment, das ich je bekommen habe. Seitdem backe ich Kahk nicht nur zu besonderen Anlässen, sondern immer dann, wenn ich das Gefühl brauche, etwas mit Liebe und Geduld zu erschaffen.
Zutaten
- Mehl: Ich verwende immer Type 405, weil es den Teig schön zart macht – zu viel Gluten würde die Kekse fest statt mürbe machen.
- Butter: Sie muss wirklich weich sein, nicht geschmolzen, sonst wird der Teig ölig statt cremig.
- Puderzucker: Er löst sich schneller auf als normaler Zucker und sorgt für die seidige Textur, die man beim Kneten spürt.
- Milch: Nur esslöffelweise zugeben – der Teig braucht gerade genug, um zusammenzukommen, aber nicht zu kleben.
- Backpulver: Eine winzige Menge reicht, um den Keksen eine leichte Luftigkeit zu geben, ohne dass sie aufgehen wie Kuchen.
- Vanilleextrakt: Ich nehme echten Extrakt, weil der Duft sich mit dem Sesam und den Datteln so schön verbindet.
- Medjool-Datteln: Sie sind weich, süß und lassen sich perfekt zu einer Paste verarbeiten – andere Sorten können zu trocken sein.
- Zimt und Kardamom: Diese Gewürze geben der Füllung Wärme und erinnern mich an den Duft in Laylas Küche.
- Sesamsamen: Ungeröstet verwenden, damit sie im Ofen ihr volles Aroma entfalten und leicht golden werden.
Anleitung
- Ofen vorbereiten:
- Den Ofen auf 175 Grad vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. So kleben die Kekse nicht fest und lassen sich später leicht lösen.
- Teig herstellen:
- Butter und Puderzucker schaumig schlagen, bis die Masse hell und luftig ist – das dauert etwa drei Minuten. Vanille unterrühren, dann Mehl, Backpulver und Salz nach und nach einarbeiten, bis alles gerade verbunden ist.
- Teig anpassen:
- Milch esslöffelweise zugeben und vorsichtig kneten, bis ein weicher, geschmeidiger Teig entsteht, der sich gut formen lässt. Zugedeckt zur Seite stellen, damit er nicht austrocknet.
- Füllung zubereiten:
- Gehackte Datteln und Butter in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze erhitzen und ständig rühren, bis eine dicke, klebrige Paste entsteht. Zimt und Kardamom unterrühren und abkühlen lassen – die Füllung darf nicht heiß sein, sonst schmilzt der Teig.
- Kekse formen:
- Den Teig in 24 gleich große Stücke teilen und jedes in der Handfläche zu einer flachen Scheibe drücken. Einen Teelöffel Dattelpaste in die Mitte geben, die Ränder über der Füllung zusammendrücken und vorsichtig zu einer Kugel rollen.
- In Sesam wälzen:
- Jede Kugel in Sesamsamen rollen und leicht andrücken, damit die Samen haften bleiben. Das sieht nicht nur schön aus, sondern gibt auch diesen typischen Crunch.
- Muster aufdrücken:
- Die Kugeln auf das Backblech legen und mit einer Gabel oder einem speziellen Stempel vorsichtig flach drücken und ein Muster aufdrücken. Dieser Schritt ist optional, aber er macht die Kekse so authentisch.
- Backen:
- 18 bis 20 Minuten backen, bis die Unterseite goldbraun ist, die Oberseite aber blass bleibt – das ist das Zeichen, dass sie perfekt sind. Zu lange im Ofen, und sie werden trocken statt zart.
- Abkühlen lassen:
- Die Kekse vollständig auf einem Kuchengitter auskühlen lassen, bevor man sie serviert oder aufbewahrt. Sie sind warm noch zu weich und würden beim Anfassen zerbrechen.
Merken An einem regnerischen Sonntagnachmittag saß ich mit meiner Tochter in der Küche, und wir formten gemeinsam kleine Kugeln aus Teig und Dattelpaste. Sie drückte mit ihrer kleinen Gabel winzige Muster in die Oberfläche, und ich sah zu, wie sie mit jedem Keks ein bisschen stolzer wurde. Als wir sie später zusammen aßen, noch leicht warm und mit einer Tasse Tee, wurde mir klar, dass Kahk nicht nur ein Rezept ist – es ist ein Moment, den man teilt, eine Erinnerung, die man gemeinsam erschafft. Diese Kekse haben uns näher zusammengebracht, und das ist mehr wert als jede perfekte Form.
Variationen und Anpassungen
Manchmal mische ich gehackte Walnüsse oder Pistazien unter die Dattelpaste, und das gibt eine zusätzliche Textur, die wunderbar knackt. Ich habe auch schon versucht, die Kekse mit Orangenblütenwasser zu aromatisieren, indem ich einen halben Teelöffel zum Teig gab – der Duft war betörend. Für eine nussfreie Version kannst du die Füllung auch nur mit Datteln und Gewürzen zubereiten, und sie schmecken genauso authentisch. Einmal habe ich sie mit Kokosraspeln statt Sesam gewälzt, und obwohl es nicht traditionell war, liebten meine Kinder diese Version. Das Schöne an diesem Rezept ist, dass es Raum für kleine Experimente lässt, ohne seine Seele zu verlieren.
Aufbewahrung und Serviervorschläge
Ich bewahre die Kekse immer in einer luftdichten Dose auf, und sie halten sich problemlos eine Woche lang – manchmal sogar länger, wenn sie nicht schon vorher aufgegessen werden. Sie schmecken am besten zu einem starken arabischen Kaffee oder einem frischen Minztee, der die Süße der Datteln ausgleicht. Bei Familienfeiern stelle ich sie auf einem großen Teller in die Mitte des Tisches, und sie verschwinden innerhalb von Minuten. Einmal habe ich sie als Geschenk in kleine Papiertüten verpackt und an Freunde verteilt – die Reaktionen waren so herzlich, dass ich es seitdem jedes Jahr wiederhole. Kahk sind nicht nur zum Essen da, sie sind ein Zeichen von Zuneigung und Gastfreundschaft.
Häufige Fehler und wie man sie vermeidet
Am Anfang habe ich den Fehler gemacht, zu viel Milch auf einmal hinzuzufügen, und der Teig wurde klebrig und ließ sich kaum formen. Jetzt gebe ich sie wirklich nur esslöffelweise dazu und knete nach jedem Löffel kurz durch. Ein anderer häufiger Fehler ist, die Kekse zu fest zu formen – sie sollen zart sein, also nur sanft rollen und nicht pressen. Ich habe auch gelernt, dass man sie nicht zu dicht auf das Blech legen sollte, weil sie sonst beim Backen aneinander kleben.
- Den Teig nur so lange kneten, bis er gerade zusammenkommt, nicht länger.
- Die Füllung immer vollständig abkühlen lassen, bevor man sie verwendet.
- Die Kekse auf der mittleren Schiene backen, damit sie gleichmäßig garen und nicht von unten verbrennen.
Merken Diese Kahk-Kekse sind mehr als nur ein Rezept für mich – sie sind ein Fenster in eine andere Kultur, ein Geschmack von Tradition und ein Moment der Ruhe in einer hektischen Welt. Jedes Mal, wenn ich sie backe, fühle ich mich mit etwas Größerem verbunden, und das ist ein Gefühl, das ich immer wieder suche.
Fragen rund um das Rezept
- → Welche Dattelsorte eignet sich am besten?
Für die Füllung sind Medjool-Datteln ideal, da sie besonders saftig und süß sind, was den Geschmack harmonisch abrundet.
- → Wie kann man den Teig geschmeidig halten?
Der Teig wird durch das schrittweise Hinzufügen der Milch geschmeidig und weich, sodass er sich gut formen lässt ohne zu kleben.
- → Was bewirkt der Sesamüberzug?
Der Sesam umhüllt die Gebäcke mit einem nussigen Aroma und sorgt für eine leicht knusprige Oberfläche sowie ein ansprechendes Aussehen.
- → Kann man die Gewürze variieren?
Zimt ist klassisch, Kardamom ist optional. Alternativ passen auch Nelken oder Muskatnuss für eine individuelle Würze.
- → Wie bewahrt man Kahk am besten auf?
Kahk bleiben bis zu einer Woche frisch, wenn sie luftdicht verschlossen bei Raumtemperatur gelagert werden.